Kommentar zum Monatsthema November – Selfie

Kommentar zum Thema “Selfie” von Hubert Müller

“Ein Selfie ist eine Fotografie in der Art eines Selbstporträts, oft auf Armeslänge aus der eigenen Hand aufgenommen.” (Wikipedia)

Ausgehend von dieser Definition hätte man damit rechnen müssen, vierzehn Selbstporträts zu Gesicht zu bekommen, denn so hoch war die Anzahl der Fotografen/Fotografinnen, die sich diesem Thema stellten. Dass dies überwiegend nicht der Fall war, zeigte nicht  unbedingt, dass die meisten Teilnehmer die oben zitierte Definition nicht kannten, sondern vielmehr, dass sie die damit verbundene Einschränkung überwinden wollten, um  zu Fotos  zu gelangen, die den Betrachter mehr ansprechen würden als “bloße” Selbstporträts, fotografiert mit dem Handy.

Dem eigentlichen Thema gerecht wurden strenggenommen nur zwei Fotos, wobei auch hier versucht wurde, das jeweilige Bild interessanter zu gestalten, sei es durch einen aufgesetzten Hahn  oder eine provokante Bilbeschneidung, der nur ein halbes Ohr entkommen konnte.

Harmlos dagegen der Beschnitt beim Selbstportät (1. Foto in der Galerie), das als ebenso beeindruckend beschrieben wurde wie das zweite Selbstporträt in schwarz-weiß.

Während bei den oben genannten vier Fotos die Kamera auf die jeweiligen eigenen Gesichter gerichtet wurde, zeigte bei anderen Bildern die Kamera vom Fototografen fort. Um sich dabei selbst zu fotografieren, bedurfte es einiger “Tricks”. Zum einen wurden Spiegelungen eingesetzt, zum anderen wurde mit Hilfe einer zweiten Kamera das Display eines Handys abfotografiert.

Gleich drei FABler kamen auf die Idee, ihr eigenes Schattenbild zu erfassen, womit das Thema “Selfie” wohl die weitestgehende Auslegung erfuhr.

Oder war es noch weitgehender, Menschen dabei zu fotografieren, sich selbst per Handy/Polaroid-Kamera zu fotografieren?

Wie dem auch sei, zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema “Selfie” von den einzelnen Fotografen nicht so eng interpretiert wurde wie es zu erwarten gewesen wäre. Und das war gut so.