Gedanken zum Thema „In der Stadt“

Ein Beitrag von Hubert Müller:
Nach der Veranstaltung anlässlich des Januar-Themas „Fotograf/in“ wollte ein FAB-Mitglied eine Diskussion zum Februar-Thema „In der Stadt“ anregen, mit dem Ziel, Kriterien festzulegen, die dieses Thema erfassen. Diesem Vorhaben wurde ein schnelles  Ende gesetzt mit dem Hinweis darauf, dass genau dies nicht gemacht werden soll, um der individuellen Umsetzung des Themas nicht zu enge Grenzen aufzuerlegen.

Die Unterschiedlichkeit der Fotos , die am 15. Februar in Papierform präsentiert wurden, rechtfertigte diesen Entschluss.
Trotz aller Unterschiede, die die Fotos aufwiesen, gab es allerdings eine dominierende Gemeinsamkeit: die Abbildung von Gebäuden in verschiedenen Variationen.  Auch wenn dies naturgemäß zu erwarten war, so war doch auffällig, dass Menschen dabei eine untergeordnete Rolle spielten.  Somit stellte sich die Frage, ob die bloße Abbildung von Häusern und Fassaden  mehr dem Thema „Stadt“ als „In der Stadt“ gerecht würde. Es kam zum Ausdruck, dass das Thema wohl besser umgesetzt wurde, wenn sich in den Bildern weitere Elemente fanden, neben Menschen z. Bsp. Autos/Verkehr.

Zu den Bildern, die „lediglich“ Gebäude zeigten, fanden sich verschiedene Bewertungen, wobei Aufnahmeperspektive und räumliche Tiefe die Hauptrolle spielten.

Breiteren Raum in der Bildbesprechung nahmen drei Fotos ein. Das „Balkonfoto“ zeigte, dass ein Bild auch ohne Abbildung von Menschen ein menschliches Element aufweisen kann, so dass es dem Thema damit gerechter wird. Ein interessanter Rahmen wertete das ansonsten hinlänglich bekannte Motiv „Kranhäuser“ auf. Ob dieses Foto das Thema „In der Stadt“ im hohen Maße erfasste, blieb dadurch zweitrangig. Ob zwei Schuhe in einem Schaufenster das Thema ebenfalls erfassten, wurde bejaht, da solche Schuhe nur in einer Stadt zum Verkauf anstehen könnten. Von daher wären weitere Fotos denkbar gewesen, die stadtspezifische Elemente aufweisen.

Nach der Diskussion wurde – wie bereits bei den „Tests“ im Juli und im August – festgestellt, dass es wohl in der Natur der Präsentation in Papierform liegt, dass die Fotos viel umfangreicher analysiert werden als nach einer Beamer-Präsentation. Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus?